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Die Blumenuhr von Carl von Linne`

Wer war Carl von Linne` und wofür wurde er berühmt?

Carl von Linne` war ein schwedischer Arzt und Naturwissenschaftler.
Er wurde als Carl Nielsson Linneaeus 1701 im schwedischen Rashult geboren und starb 1778 in Uppsala, Schweden.
Er studierte in Lund und Uppsala und promovierte in den Niederlanden.
Linne´ war Arzt und Naturwissenschaftler.

Er interessierte sich für die Grenzen und die Ordnung in der Natur und beschäftigte sich ebenfalls mit der Einteilung der Menschen.
Er ging von nur einer menschlichen Spezies aus und unterteilte die Menschen nicht in Rassen sondern in vier Sorten, die nach der Herkunft, dem Kontinent auf dem sie leben und der Hautfarbe gegliedert waren:

Europäer: weiß
Afrikaner: schwarz
Asiaten: gelb
Amerikaner: rot

1741 übernahm er an der Universität Uppsala den Lehrstuhl für Medizin, tauschte diesen aber mit dem Lehrstuhl für Botanik. Dies beinhaltete auch die Aufsicht über den botanischen Garten der Universität.
1742 begann er, den botanischen Garten umzugestalten und erweiterte die Sammlungen der Universität. Unter seiner Leitung entwickelten sich die Lehrvorlesungen und viele Studenten aus Stockholm und dem Ausland kamen zu seinen Vorlesungen.
1750 wurde er zum Rektor der Universität berufen.
1756 wurde er zum Leibarzt des Königs ernannt und in den Adelsstand erhoben.

Heute ist Linne` für die von ihm entwickelte Systematik der Natur und die binäre Nomenklatur bekannt.
Nach diesem Ordnungssystem der Systema naturae werden noch heute Pflanzen, Tiere und Mineralien katalogisiert und eingeteilt.
1735 erstmals veröffentlicht, umfasste die Systematik nur 12 Buchseiten.
Bereits 30 Jahre war die Systematik auf 15.000 katalogisierte Mineralien, Tiere und Pflanzen angewachsen.
Heute wird die erfasste Artenvielfalt auf bis zu 40 Millionen Einzelexemplare geschätzt.

Die binäre Nomenklatur ist ein lateinisches Namensgebungsverfahren. Es wurde von Linne` entwickelt und wird noch heute verwendet. Damit können international alle Mineralien, Tiere und Pflanzen einheitlich bezeichnet werden.

Linne` untergliederte die Pflanzen in 24 Klassen und diese anhand von pflanzlichen Merkmalen wiederum in Ordnungen und die Ordnungen in weitere Gattungen.

Für die binäre Nomenklatur sind Gattungs- und Artbezeichnungen wichtig.
Die Einteilung orientiert sich an den Vor- und Nachnamen der Menschen.
So kann man z.B. die in unserer Region als Acker- Gauchheil bezeichnete Heilpflanze international mit gleichem Namen unter Anagallis arvensis ansprechen. Anagallis bezeichnet dabei die Pflanzengattung und arvensis die spezielle Art der Pflanze. Hier werden unter anderem spezielle Eigenschaften näher beschrieben.
Anagallis bezeichnet die Gattung der Gauchheile und arvensis verweist auf die bestimmten Eigenschaften oder Vorkommen, hier: arvensis - lateinisch zum Acker gehörend, auf dem Acker wachsend.

Die Idee der Blumenuhr

Bei Ausflügen in die Natur beobachtete Linne` die Blühzeiten verschiedener Pflanzen und Blumen.
Er stellte fest, dass sich die Blüten der verschiedenen Pflanzen nicht alle zur selben Zeit öffnen und schließen. Die Blüten aber immer gleiche Blühzeiten einhalten. Der Sinn dahinter erschloss sich Linne´ recht schnell.
Pflanzen und Insekten leben in einer Abhängigkeit zueinander und haben sich aufeinander eingestellt.
Die Pflanzen und Blumen sind auf die Bestäubung ihrer Blüten durch die Insekten angewiesen. Die Insekten wiederum benötigen den Nektar der Pflanzen als Nahrung.
Insekten, wie Bienen, Käfer, Hummeln, Schmetterlinge, Tag- und Nachtfalter haben unterschiedliche Ansprüche und sind zu unterschiedlichen Zeiten aktiv.
Diesen unterschiedlichen Bedürfnissen tragen die Pflanzen Rechnung und haben ihre Blühzeiten exakt angepasst.

Um seine Erkenntnisse weiter vertiefen zu können, ließ Linne` im botanischen Garten der Universität Uppsala eine erste Blumenuhr anlegen.
Er konnte auf diese Weise durch einen Blick aus seinem Fenster, seine Besucher mit der genauen Uhrzeit verblüffen, auch wenn weit und breit keine Uhr zu sehen war.


Quelle Text: MDR.DE /Fernsehen/MDR Garten; Die Blumenuhr: ISBN 978-3-7995-0715-8
Quelle Bild: https://www.mein-schoener-garten.de/gartengestaltung/gartenideen/die-blumenuhr-jede-bluete-zu-ihrer-zeit-12986 (Diese Illustration entwarf die Zeichnerin Ursula Schleicher-Benz um 1948)

Blumenwiesen

Wiesen sind so alt wie die Menschheit, Sie sind Kulturlandschaften und folgen der menschlichen Besiedlung.

Ihre Arten stammen zu
30 % aus waldfreien Naturstandorten.
25 % wanderten aus Wäldern zu,
20 % stammen von Waldlichtungen
15 % stammen aus Steppen, Tundren und Grasheiden,
10 % stammen aus anderen Florengebieten.

Bereits seit 500 v. Christi wurden Wiesenflächen mit Sicheln und Sensen von Hand geschnitten und als Viehfutter und Einstreu verwendet.
Je nach Standort und Pflege unterscheiden sich die Artenzusammensetzungen auf Wiesen. Je ärmer der Standort ist, umso artenreicher wird die Wiese ausfallen. Die Artenzusammensetzung schwankt aber stark. Eine ökologische Einteilung geht in Mitteleuropa von rund 300 verschiedenen, landschaftsbezogenen Blumenwiesentypen aus.
Wiesen, vor allem Blumenwiesen bestehen aus Gräsern und blühenden Blumen. Ein Wiesentyp enthält mindestens 30 verschiedene Blütenpflanzen, kann aber auch wesentlich mehr Arten enthalten. Die Wuchshöhe hängt maßgeblich vom Standort und Nährstoffgehalt ab. Magerwiesen sind oft nicht höher als 10 cm und Fettwiesen können eine Höhe von bis 1 m erreichen.

Mähen ist wichtig

Wer Blumenwiesen nicht mäht, läuft Gefahr, sie zu verlieren. Mähen bringt der Wiese mehrere Vorteile.

Licht: kommt auf die Erde.
Das ist wichtig für das Gras der Wildblumen, die als Lichtkeimer im dichten Filz ungeschnittener Wiesen ausbleiben. So aber können sie auskeimen.

Wärme:
gelangt an den Boden.
Das begünstigt an feuchteren Plätzen die Keimung. Der Wildblumen. An Trockenstandorten werden an heißen Tagen unerwünschte, nicht an die Hitze angepasste Allerweltsarten nährstoffreicher Standorte systematisch ausgedörrt und die selteneren Vertreter von magerem Böden bleiben unter sich.

Nährstoffe:
werden durch das Mähen entzogen.
Das ist speziell bei sehr fetten Standorten von Vorteil. Da viele Gräser Nährstoff-Fresser sind, werden sie benachteiligt. Umgekehrt profitiert die Mehrzahl der Wildblumen vom Nährstoffentzug. Die schönsten Wiesen finden sich auf mageren Böden. Erst der Mangel treibt Blüten.

Zweitblüte:

Das Blühen wird durch einen Sommerschnitt ein zweites Mal angeregt. Gemähte Wiesenpflanzen resignieren nicht. Sie schieben neue Blütentriebe. Schon einen Monat nach der Sommermahd blüht es erneut. Ungeschnittene oder spät im Herbst geschnittene Wiesenblumen schaffen nur eine Blüte in der Saison.

Tierleben:

Der Schnitt verlängert die Blühtezeit und damit das Angebot an Nektar und Pollen. Statt einmal können Blühtenbesucher zweimal ihre Rüssel, Körbchen oder Höschen füllen. Bei zwei Schnitten jährlich bekommen Blattfresser, wie Schmetterlingsraupen zwischen den Mähzeiten dennoch genug Zeit für ihre Entwicklung.

Pflanzenvielfalt:

Mähen erhöht die Artenvielfalt. Dabei kommt es ganz auf den Wiesentyp an, welcher Mährhythmus am günstigsten ist. Werden Frischwiesen zweimal im Jahr gemäht, liegt die Artenzahl nach zehn Jahren bei 30, bei einmaliger Mahd aber bei 20.


Quelle Text: „Blumenwiesen“ Reinhard Witt / Bernd Dittrich | BLV Verlagsgesellschaft mbH | ISBN 3-405-14867-7
Quelle Foto: von Linda Eichhorn; Th.-Heuss-Str. 2-6 in Mittweida 07/2024
 

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